Gegenangriff gegen Howard CarpendaleHelene Fischer wehrt sich gegen den Vorwurf, „zu sexy“ zu sein.

Helene Fischer und Howard Carpendale standen wie hier bereits 2019 gemeinsam auf der Bühne. (Foto: picture Alliance/dpa)

Howard Carpendale äußert sich in einem Podcast wenig positiv zu den sexy Bühnenoutfits von Kollegin Helene Fischer. Monate später schlägt sie zurück und macht deutlich, dass sie sich davon auf keinen Fall beeinflussen lassen wird.

Monatelang schwieg Helene Fischer zu öffentlichen Äußerungen ihres Kollegen Howard Carpendale, doch nun bezieht sie Stellung, und zwar ganz deutlich. Im Frühjahr kritisierte der Schlagersänger in einem Podcast Fischers Bühnenoutfits. Nun stellt sie klar: An ihrem Stil wird sie dadurch sicherlich nichts ändern.

Seit 20 Jahren steht Helene Fischer für perfekt inszenierte Shows, akrobatische Darbietungen, aufwändige Inszenierungen und ein glamouröses Schlagerimage, zu dem auch ihr Aussehen gehört. Genau diese Produktion dürfte Carpendale im April im „Hotel Matze“-Podcast ein Dorn im Auge gewesen sein. Zumindest bemängelte er ihre Outfits.

Seine Wertschätzung für seinen Kollegen betonte Carpendale zunächst gegenüber Podcast-Moderator Matze Hielscher. „Helene, ich liebe dich, und ich habe Duette mit dir gemacht, und du bist so eine heiße Person“, sagte die 79-Jährige. Gleichzeitig habe er den Eindruck, dass sie irgendwann das Gefühl entwickelt habe, sie müsse „sexier sein“. In seinen Augen ging sie zu weit.

„Nasse Haare und kaum Kleidung“

Sie sei zweifellos attraktiv, sagt Carpendale. „Kein Mann würde dich ablehnen“, aber sie dürfe „auf der Bühne keinen Sex verkaufen.“ Aus seiner Sicht könnte sie mit dem Thema Sinnlichkeit spielen, aber: „keine nassen Haare und kaum Kleidung.“ Er fügte hinzu, dass er wisse, „wie heiß das für dich sein muss“, aber er glaube nicht, dass das dem Bild entspreche, das die Leute von ihr haben.

Einige Monate später reagiert Helene Fischer auf Carpendales Aussagen. In einem Interview mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf machte sie aufgrund der Worte ihrer Kollegin deutlich, dass sie ihre Show-Ästhetik vor ihrer bevorstehenden Tour im nächsten Jahr nicht überdenken werde. Anpassungen an ihren Outfits sind aufgrund der Kritik nicht geplant.

Keine Kritik von Frauen

Sie selbst ordnet ihr Bühnenbild anders ein. „Ich weiß nicht, ob es zu sexy ist oder nicht“, sagte der 41-Jährige. Sie fühle sich „sehr stark und sehr selbstbewusst“ und gehe auf keinen Fall „mit nichts auf die Bühne“. Vielmehr ist es Ausdruck ihres Selbstbewusstseins, das sie bewusst mit ihrem Publikum teilen möchte. „Ich glaube nicht, dass Frauen mich dafür kritisieren werden“, ist sich Fischer sicher. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass ihr Look Teil ihres künstlerischen Ausdrucks ist. Ihre Outfits sind nicht nur Accessoires, sondern ein Element ihrer Leistung.

Das sieht man auch nächstes Jahr wieder, wenn Helene Fischer ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum mit einer neuen Tournee feiert. Der Start ist für den 10. Juni in Dresden geplant, das Tourfinale findet am 17. Juli in München statt. Dazwischen wurden zahlreiche weitere Stadionkonzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt.

Quelle: ntv.de, nan