Crans-Montana: Roze überlebte das Silvester-Inferno schwer verletzt
Roze entkam dem Flammeninferno, aber sie entkommt nicht den Bildern dieser Nacht. „Sie verfolgen mich in meinen Albträumen“, erzählt sie in einem Interview mit „20 Minuten“. Retten konnte sie sich vor der sengenden, tödlichen Hitze in der Bar „Le Constellation“ dank eines Passanten, der die Seitentür in dem Club im Schweizer Skiort öffnete.In einem Brunnen habe sie laut dem Bericht sofort ihre Hände gekühlt, die verbrannt wurden, als sie instinktiv ihr Gesicht vor den Flammen schützte. „Ich bin glücklich, bin auf dem Weg der Besserung, aber ich denke auch an die anderen, denen es schlechter erging“, erzählt sie dem Schweizer Newsportal. 41 Menschen verloren ihr Leben. 115 wurden verletzt.
18 Tage im Koma: Sofort nach dem Brand wurde die schwer verletzte junge Frau in ein belgisches Krankenhaus verlegt. Dort folgten 18 Tage im künstlichen Koma, die Aufwachphase und zwei Hauttransplantationen. Immer an ihrer Seite: ihr Vater. „Das war eine sehr schwierige Zeit“, sagt Hüseyin zu „20 Minuten“.Erst seit Montag ist Roze nun zurück in der Schweiz. Die Folgen des Silvester-Infernos sind bei ihr immer noch sichtbar. Dass sie Narben davontragen werde, sei kein Drama – aber die Flashbacks seien schlimm, erzählt sie. „Die Flammen, die Schreie, die Leute am Boden und die Rettungskräfte, die Herzmassage machten an Jugendlichen, die auf dem Asphalt lagen.“
Sie filmte die Feuerfontänen: Die 18-Jährige war nicht als Gast in der Silvesternacht in der Bar. Roze war von den Morettis angestellt worden, um Bilder für Social Media zu machen. Sie habe auch den Umzug mit den Champagnerflaschen und den Sprühkerzen gefilmt, die den Brand auslösten, erzählt sie. Im Interview schildert sie weiter, wie sie die Treppe ins obere Stockwerk hinaufging und schrie, dass es ein Feuer gebe. „Ich glaube aber, dass die Leute mir nicht geglaubt haben, weil sie sich nicht bewegten.“ Ihre Kamera hat sie der Walliser Polizei übergeben.