Jan Bömermann nimmt sich allzu gerne   rechte oder rechtskonservativ denkende   Personen vor. Man könnte fast meinen, er   ist regelrecht besessen von ihnen. Seit   Jahren sorgt er immer wieder für   Skandale, viele davon weit unter der   Gürtellinie. So auch im Fall von   Maximilian Kra, bei dem er nicht davor   zurückschreckte, nah Aufnahmen von   seinem Schritt zu zeigen.

 

Na ja, das ist   dann wohl Satire. Okay, doch mit seiner   Aktion rund um Clownswelt hat er meiner   Meinung nach endgültig eine Grenze   überschritten. Auch etablierte   Fernsehgrößen wie Peter Hanehne stehen   auf seiner Abschussliste, vermutlich,   weil sie ihm politisch zu weit rechts   stehen. Doch die Größe, die ein Peter   Hanne hatte bzw.

 

hat, die wird ein Jan   Bömermann nie erreichen.   Schauen Sie ZDF Royal von Jan Bömermann?   Nein, habe ich noch nie im Leben   gesehen. Ich höre nur immer davon und   kann mich nur bedanken bei Jan   Böhmermann. Äh, er ist der größte   Werbeträger für mich und meine Bücher.   Wenn er sich lustig macht über mich und   meine Bü

 

cher zerreißt, z.B. oder es gibt   eine Literatursendung in der ARD, die   das auch tut, ist das die beste Werbung.   Wissen Sie, die das was so Leute wie   Böhmermann   machen, können sie nur mit Leuten   machen, die zu 99% bekannt sind. Der   kann ja erst nicht sagen, also der Peter   Hane, das ist also das hat ist er von   Beruf, das ist sein Hintergrund.

 

Äh äh   so erklärt 5 Minuten, wer Peter Hanne   ist, um dann zu sagen, es ist ein   Arschloch, sondern er muss von vorne   rein sagen, also der Peter Hanne, den   ihr alle kennt, ist ein Arschloch. Also   es ist eigentlich ein Ritterschlag. Also   dasselbe sehe ich doch auch bei Ihnen   oder bei RER Köppel.

 

Es ist doch völlig   klar, der kann doch nur angegriffen   werden, weil ihn jeder kennt. Und dazu   kommt dann noch Hannes Lebensweisheit.   Neid ist die Mehrwertsteuer des   Erfolges. Wissen Sie, vieles an Kritik   ist purer Neid. Vielleicht ein gut   gemeinter Ratschlag ans   öffentlichrechtliche. Ich will jetzt   nicht Kritik.

 

Was wäre vielleicht oder   es sind viele Menschen sind auch   unzufrieden mit den Schauen nicht mehr.   Was wie kann man meine Sie waren zur   Blütezeit waren sie da was müsste man   heute vielleicht reformieren? Welche   Schrauben müsste man wieder neu   justieren anziehen? Was wäre zu tun   jetzt? Eigent ist das ganz einfach wie   in der   Politik sich zu verstehen als das was   man   ist.

 

Diener. Wir Politiker und Journalisten   sind Diener für die uns bezahlen. Das   heißt, ich muss wieder sagen, die   Fragen, die ich stelle in Talkshows sind   die Fragen, die Oma Meyer auch gerne   stellen würde, aber sie kann es ja   nicht, weil sie nicht im Fernsehen ist.   Wir müssen wieder Stellvertreter des   Volkes sein, dem Volk dienen mit dem,   was wir tun und nicht Selbstdarsteller,   das ist das   allerschlimmste, oder Ideologen, die   belehren wollen.

 

Also, wenn wir wieder   zurückkämen zu einer normalen   Unterhaltung, die Unterhaltungssendungen   sind ja auch inzwischen reinste   Ideologie. Also äh Heino darf doch nicht   mehr singen. Schwarzbraun ist die   Hasselnuss. Das ist ja ein Nazilied. Die   Leute wollen das aber gerne singen. Also   sage ich mir doch, dann muss ich im   Fernsehen singen, weil die Leute das   gerne wollen.

 

Äh das ist doch irre   alles. Ganz genau, Herr Hanne, es ist   wirklich alles nur noch irre. Und ja,   ich denke, Sie haben völlig recht. Herr   Jan Böhmermann ist hier und da wohl doch   ein wenig neidisch auf Sie und Ihre   Kollegen. Doch ein Thomas Gottschalk,   ein Harald Schmidt oder eben Sie, Herr   Hane, Ihnen allen kann ein Jan Bömermann   nicht das Wasser reichen. Niemals.

 

Dieses linksgrüne Weltbild des   öffentlichrechtlichen Rundfuns wird,   wenn es so weitergeht, auch nie wieder   Persönlichkeiten wie Sie hervorbringen,   sondern nur noch kleine möchte gerns wie   ein Jan Bömermann.   Die Gebühr für den öffentlichen Rundfunk   ist glaube ich 18 oder 19 Uhr, ich weiß   es nicht mal, aber ich ich bin nicht so   gut informiert.

 

Schei bin interessant   ist, ich habe das mal einen den   ehemaligen Schweizer Bundespräsidenten   gefragt, wie viel er denn in der Schweiz   bereit wäre für den öffentlichen   Rundfunk zu bezahlen und da hatte   gesagt, er verlangt schon fast   Schmerzensgeld. Jetzt frage ich Sie, wie   viel wären Sie bereit zu zahlen? Wie   viel müsste eigentlich die diese GFZ   Gebühr heute noch sein? Also, ich habe   eine   Loyalitätserklärung unterschrieben als   Führungspersonmitglied der   Programmdirektion im ZDF äh sodass ich   mich dazu jetzt nicht so äußern kann,   wie ich mich jetzt gerne äußern   würde.   Aber wenn ich jetzt sehe, was Sie hier   machen, können das leider die Zuschauer   nicht sehen. Ich habe immer gedacht, wir   gehen jetzt für das Interview irgend   eine Ecke, da stünden schon Scheinwerfer   und   Tonaufnahmen und da ist eine Schiene

 

gelegt, wo eine Kamera fährt und sich   bewegt und all sowas. Jetzt sitzen wir,   damit Sie das auch mal wissen zu Hause,   quasi vor einem Handy. Hier ist nichts   anderes als ein Handy und Sie halten   hier das Mikrofon. Das würde auch keiner   ähäh machen heute. Da würde irgendeiner   stehen und würde das Mikrofon halten.

 

So, das heißt, damit will ich ja nur   sagen, wir machen hier dieses   wunderschöne Interview mit einem   Miniufwand von Produktionskosten, also   null quasi.   Und   der öffentlichrechtliche Bereich ist so   aufgebläht, also wie so ein Soufflet und   eigentlich müsste man da reinstechen.   Und wenn man jetzt sagt, reinstechen,   heißt ja ähäh die äh Rundwohnebühr wird   halbiert oder irgendwas, dann würde das   in sich zusammenfallen und trotzdem   funktionieren.

 

Der Aufwand ist viel zu   hoch, den wir da heute haben. Äh äh und   wenn Sie sehen, Sie haben ja die   Skandale hier in Berlin RBB, da sitzen   die Intendanten auf geht Pakettboden auf   Massagesesseln und stellen ihre   Verwandtschaft an. Und ich könnte jetzt,   wenn ich die Bücher auftun würde, wie   viele Politiker ihre Kinder   untergebracht haben bei ZDF und ALD, wie   viele heute in den Rundfunkräten sitzen   auch im ZF, die reden davon.

 

Oh, wir   stimmen im Landtag nicht mehr zu, wenn   die Gebühren erhöht werden, weil sie   aber dann in den Gremien sitzen.   Fernsehrad, Rundfunkrat, zum Schluss   heben sie doch alle wieder die Hand.   Könnte ich jetzt alles schildern. Und   weil sie Böhmermann eben genannt haben,   der macht nur das, was man ihn machen   lässt, denn die sind ja die die   Politiker, die ihr den Fernsehr   dominieren, unterschreiben ja die   Verträge.

 

Also, wenn ich er wäre, würde   ich das auch alles machen, solange man   mich nicht hindert. Also, das ist ein   Geflecht und ich glaube, man muss es   entflechten. Die öffentlichrechtlichen   müssen losgelöst werden von der   politischen Beeinflussung.   Das sind so wahre Worte und sie kommen   von jemandem, der tief in den Strukturen   des öffentlichrechtlichen Rundfunks   gearbeitet hat.

Wenn jemand weiß, wie   dieses System wirklich tickt, wie es   aufgebaut ist, wie es hinter den   Kulissen abläuft, dann ist es Peter   Hannahne. Er kennt die Abläufe, die   Denkweisen, die Seilschaften aus erster   Hand und genau deshalb wiegen seine   Worte umso schwerer. Natürlich gibt es   Kollegen und da bin ich erschüttert,   wenn ich an manche denke, mit denen ich   ganz eng zusammengearbeitet habe, die   dann mit dem Satz, den ich so irre   finde, Hanne ist falsch abgebogen,   also zu Deutsch, ich bin rechts   abgebogen.

 

Da sage ich immer: “Ihr Lieben, ich habe   nie was anderes gesagt als heute. Nur   das gesamte Meinungsspektrum hat sich   verschoben. Das, was ich früher mit euch   diskutiert habe, war normal. Heute ist   es rechtsradikal.”   Also und dann kommt noch eins dazu und   da bin ich wieder bei ihrem wunderbaren   Medium alles im Internet zu   machen.

 

Manche meiner früh früheren   Kollegen rümpfen die Nase, wenn sie mich   sehen.   Warum? Weil ihre Kinder und Enkel   genauso denken wie ich. Ich könnte ihn   jetzt Beispiele nennen, wo die wo die   mir auch mal sagen, du weißt du was, das   darf nicht wahr sein, diese Diskussion   zu Hause am Tisch, da sagen unsere   Jungs, die sind 16 und 18, ja, der Peter   Hahne, der haut da auf den Putz und der   macht das im Internet und   so.

 

Das ist ja auch ein Stück   Genugtuchungsdruck bei den   öffentlichrechtlichen beim ZDF. Sie   haben, ich habe mal bei Ihnen gelesen,   sie sie waren immer frei oder sie haben   immer gemacht, was sie wollten. Aber   wann wann haben Sie gemann war der   Startschuss dieses   Haltungsjournalismus, dieses   Uniformitätsdrucks? Wann war der? Also,   ich bin ja nun seit, jetzt muss ich mal   schnell überlegen, sechsinhalb als 7   Jahre pensioniert.

 

Es war zu meiner Zeit   noch   nicht Es gab zwar immer schon, also es   würde ja keiner behaupten, Journalismus   sein konservativer Beruf. Journalismus   hatte immer das Image links zu sein,   weil Kritik immer als Links bezeichnet   wurde. Ähm diese   Form, wie es heute ist, hat zu meiner   Zeit noch nicht gegeben. Ich bin, das   kann ich singen, gehe ich auch gegen   meinen   Arbeitgeber nicht vor.

 

Ich könnte vieles   gegen AED und ZDF sagen. Ich war ja bei   beiden, aber äh das würde ich nie   machen, weil ich habe eine Freiheit   gehabt. Mir hat keiner vorgeschrieben,   wenn ich äh äh zum Schluss hatte ich   jeden aktuellen AfD Vorsitzenden bei mir   in der Sendung, da hat nie einer   irgendwie äh ä äh gesagt, das darfst du   nicht.

 

Aber heute ist es   so, wir sitzen ja in   Berlin. Es ist nur allzu menschlich.   Ähm, die Journalisten wollen gerne bei   was ganz großem dabei sein. Und wenn die   Kanzlerin sagt oder jetzt der Kanzler   jetzt kommen Sie mal zum Abendessen im   kleinen Kreis, das war für mich immer   schon verdächtig. Ich bin da immer   hingegangen.

 

Bei Merkel gab es immer   Kartoffelsuppe und Bulletten. Also nie   so ein Shishi. ein Dialog von   Meeresfrischen Fischen auf einem Spiegel   von Safran oder sowas, sondern da gab es   Kartoffelsuppe und äh äh äh Bulletten so   Frikadellen. Aber ich war immer von   vorne rein skeptical, die Frau lädt mich   doch nicht ein, weil ich so schöne blaue   Augen habe. Die will doch was von mir.

 

Und diese Distanz ist verloren gegangen.   Es ist einerseits wirklich traurig, dass   wir wohl nie wieder eine solche Größe   wie Peter Hahne im deutschen Fernsehen   erleben werden. Ein Mann, der den Mut   hat, sich öffentlich und messerscharf   kritisch gegen seinen eigenen ehemaligen   Arbeitgeber ZDF und ARD zu äußern.

 

So   einen Menschen und jetzt ganz genau   hinhören, Herr Bümmermann, so einen Mann   mit Haltung, Rückrat und echter Größe   wie Peter Hanne wird es so schnell nicht   mehr geben. Seine Interviews, seine   Auftritte, sie werden auch in vielen   Jahren noch legendär sein. Und   währenddessen wird man sich vermutlich   fragen, wer war eigentlich noch mal   dieser dieser Jens Bömermann oder wie   auch immer dieser Typ hieß. M.