Durchbruch im Fall Émile? Ermittler hoffen auf DNA-Massentest
Haut-Vernet (Frankreich) –Der Tod des kleinen Émile (2) bewegt die Menschen über die Grenzen von Frankreich hinaus. Am 8. Juli 2023 verschwand das Kind aus dem Garten seiner Großeltern. Monatelang wurde erfolglos nach dem Jungen gesucht. Bis am 30. März 2024 nur 1,5 Kilometer vom Grundstück der Familie entfernt Knochen und Kleidung von Émile entdeckt wurden. Bis heute konnte der Fall nicht vollständig aufgeklärt werden. Jetzt soll ein DNA-Massentest das Rätsel lösen.Personen, die sich am Tag von Émiles Verschwinden in unmittelbarer Nähe des Weilers Haut-Vernet aufhielten, müssen Speichelproben abgeben, berichtet der französische TV-SenderTF1. Der Massentest soll klären, von wem dieDNA-Spurenauf Émiles T-Shirt stammen.
Familie pochte auf DNA-MassentestsLaut TF1 handelt es sich bei den Spuren um unvollständige DNA-Fragmente. Das sind nur Teile eines genetischen Profils. Sie können von Hautschuppen, Schweiß oder Haaren stammen. Sie deuten auf möglichen Kontakt hin, erlauben aber ohne weitere Analyse keine eindeutige Identifizierung. Die Entnahme und Auswertung der Proben könnten wochenlang dauern.Die DNA-Analyse wird auf Drängen der Familie von Émile durchgeführt. Genproben der Angehörigen wurde bereits am Anfang der Ermittlungen untersucht. Im März 2025 wurden dieGroßeltern des Jungen kurzzeitig festgenommen, kamen aber nach zwei Tagen Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß.
Spaziergängerin nahm Émiles Schädel mit nach HauseDerToddes kleinen Émile gibt den Ermittlern große Rätsel auf. Eine Spaziergängerinfand die Knochen und den Schädel des Jungenam 30. März 2024 in einem Wald. Die Frau soll den Schädel laut Staatsanwalt in eine Plastiktüte gepackt, danach mit nach Hause genommen und dann die Polizei verständigt haben. Sie habe in der schwer zugänglichen Gegend keinen Handyempfang gehabt.Émiles Schädel wiesVerletzungenauf, die auf schwere Gewalteinwirkung im Gesichtsbereich schließen lassen. Sie lassen vermuten, dass der Junge einemMordzum Opfer fiel. Zuerst war davon ausgegangen worden, dass die kleinen Risse und Brüche erst nach dem Tod entstanden sind. Die Ermittler sind sich außerdem sicher: Die Leiche verweste nicht in der Kleidung, in der sie gefunden wurde. Der Körper wurde wahrscheinlich erst später an den Fundort gebracht.