Lohne – Ein American Bully XL attackierte im Januar sein eigenes Herrchen (33) und biss es tot. Jetzt steht fest: Der Kampfhund darf weiterleben! Ende Januar bestand der Vierbeiner einen sogenannten Wesenstest, wie der Landkreis Vechta in Niedersachsen bestätigte. Eine Einschläferung ist damit vom Tisch.
Wie es mit dem Hund nun weitergeht, ist noch offen. Der Landkreis teilte mit, es gebe derzeit „noch entsprechende Prüfungen und Beratungen“. Bis dahin bleibt der Hund in einer Tierschutzeinrichtung.
Passantin fand Herrchen leblos: Die tragischen Ereignisse vom 8. Januar: Eine Passantin entdeckte den 33-jährigen Mann leblos in einem Straßengraben in der Stadt Lohne. Daneben saß der Hund – er wich nicht von der Seite seines Herrchens und verhielt sich gegenüber Polizei und Rettungskräften aggressiv. Die Helfer konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Mit dem zuletzt anberaumten Wesenstest sollte geprüft werden, ob von dem Tier eine erhöhte Aggressivität ausgeht. In diesem Fall wäre geprüft worden, ob der Hund therapiert werden könne. Auch ein Einschläfern wäre dann eine Möglichkeit gewesen.
Hund darf wieder vermittelt werden: Da er den Test bestand, darf der American Bully XL jetzt aber wieder vermittelt werden. Der zukünftige Halter oder die zukünftige Halterin benötigen allerdings eine Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes. Zehntausende Menschen hatten zuvor eine Petition mit dem Ziel unterschrieben, eine mögliche Einschläferung zu verhindern. Eine weitere Online-Petition forderte zudem unter anderem, eine rechtsmedizinische Zweitmeinung einzuholen und den Wesenstest öffentlich zu dokumentieren.