Nach Zivilcourage wird Held von Aschaffenburg nun von Behörden zur Festnahme gesucht.
Aschaffenburg – Erst wurde er für seinen Mut gefeiert, jetzt wird nach ihm gefahndet. Der Mann, der sich in Aschaffenburg einem Messer-Angreifer in den Weg stellte, ist seit dem Jahreswechsel ausreisepflichtig. Weil unklar ist, wo er sich aufhält, ist der 31-Jährige nun zur Festnahme ausgeschrieben.
Die Behörden in Unterfranken wissen nicht, ob Ahmed Mohamed Odowaa Deutschland tatsächlich verlassen hat. Medien berichten, er sei ausgereist. Bestätigen lässt sich das laut Behörde bislang nicht.
Behörden wissen nicht, wo er ist: Nach Angaben der Regierung von Unterfranken hat sich der Somalier nicht bei der Zentralen Ausländerbehörde abgemeldet. „Für die Ausländerbehörde gibt es in solchen Fällen keine Möglichkeit, den tatsächlichen Aufenthaltsort – insbesondere im Ausland – aufzuklären“, hieß es. Deshalb sei „eine Ausschreibung zur Festnahme“ erfolgt.

Sein Asylantrag war bereits im Mai 2024 abgelehnt worden. Auch eine Klage blieb erfolglos. Trotz Arbeitserlaubnis soll Odowaa keiner Arbeit nachgegangen sein und von Sozialleistungen gelebt haben.
Zudem sei der 31-Jährige wegen „diverser Straftaten“ mehrfach verurteilt worden, teilte die Behörde in Würzburg (Bayern) mit. Zuletzt lebte er in einer Unterkunft in Würzburg. Sein Zimmer war dort nach Behördenangaben seit dem 15. Dezember 2025 nicht mehr bewohnt.

Rückkehr nach Deutschland hätte Folgen: Odowaa ist verpflichtet, nach Italien auszureisen. Dort besitzt er einen gültigen Aufenthaltstitel. Entsprechend wurde gegen ihn ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland verhängt.
Eine Behördensprecherin erklärte: „Im Fall einer etwaigen unerlaubten Rückkehr nach Deutschland müsste der Betroffene – wie jeder untergetauchte Ausreisepflichtige – damit rechnen, in Abschiebungshaft genommen und sodann nach Italien rückgeführt zu werden.“