Retter kamen erst nach sechs Stunden: Frau (21) erfriert bei Wanderung
Wie die US-Behörden jetzt bekanntgaben, starb die junge Frau an Unterkühlung, sechs Stunden, nachdem sie von einem Wanderweg auf dem 1600 Meter hohen Mount Marcy abgerutscht war. „Sie wurde in der Nähe des Gipfels für tot erklärt“, erklärte die Polizei. „Ihr Hund war unverletzt und wurde gerettet.“Hund Fezco blieb bis zuletzt an ihrer Seite: Demnach hatte Brianna M. vergangenen Donnerstag, gegen 15 Uhr, den Notruf gewählt und berichtet, sie sei schwer gestürzt. Am Telefon versicherte man ihr, es sei Hilfe unterwegs. Eine großangelegte Suchaktion begann. Dutzende Einsatzkräfte waren u.a. mit einem Schneemobil und einem Hubschrauber unterwegs. Aufgrund der Wetterbedingungen habe man sie nicht orten können.
Was die Frau durchlitt, ist kaum vorstellbar: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde es ihr immer kälter, die Hoffnung schwand von Minute zu Minute. Nur ihr treuer Vierbeiner namens Fezco spendete wahrscheinlich ein wenig Wärme. Erst um 21 Uhr, nach sechs Stunden, entdeckten Retter die Frau im Schnee. „Man fand sie zusammen mit ihrem Hund. Sie zeigte keine Lebenszeichen“, so die Polizei.
Nichte: „Das war ihr Lieblingsberg“: Brianna M. galt als erfahrene Wanderin. In verschiedenen Nationalparks hatte sie teils schwere Touren bereits gemeistert, war dabei stets gut ausgerüstet, wie auf zahlreichen Bildern in den sozialen Netzwerken zu sehen ist. Bereits im November war sie auf dem verschneiten Mount Marcy, etwa 600 Kilometer von ihrer Heimat New Jersey entfernt, unterwegs gewesen. „Das war ihr Lieblingsberg. Sie hatte sich so auf die Rückkehr gefreut“, verriet ihre Nichte.
Angehörige und Freunde trauern nun öffentlich um die 21-Jährige, die alle „Bri“ nannten: „Ich kann es nicht glauben. Mein Herz ist gebrochen wegen dem, was dir zugestoßen ist“, schreibt ein Bekannter unter gemeinsamen Erinnerungsfotos. „Ich weiß, wie sehr du davon geträumt hast, die Welt zu erkunden und all die unglaublichen Orte zu sehen, die sie zu bieten hat.“